Die marketingrelevanten Wettbewerbsvorteile einer Region werden ganz wesentlich durch die Resultate ihrer Wahrnehmung und der emotionalen Besetzung bestimmt, die sich mit raumbezogener Identität und räumlichem Image beschreiben lassen. Das verständnis von Raumwahrnehmung ist daher fester Bestandteil unserer Leistungen für das Stadt- und Regionalmarketing.
Räumliches Verhalten, wie etwa die Wahl von Wohn- oder Investitionsstandorten, resultiert aus der Wahrnehmung der räumlichen Umstände heraus, die sowohl in direktem Kontakt, als auch indirekt über Medien oder Berichterstattungen resultiert. Dabei sind es oft nicht nur objektive Wirklichkeiten wie die infrastrukturelle Versorgung (Wohn-, Arbeits-, Versorgungs-, Erholungs-, Gemeinschafts-, Verkehrseinrichtungen) oder das Landschaftsbild, die in die Bewertung einfließen und räumliche Handlungen bestimmen. Vielmehr werden Informationen aus der Umwelt durch die eigene Persönlichkeit, die jeweilige sozio-ökonomische Situation etc. selektiert und verarbeitet. Die Wahrnehmung ist also höchst subjektiv.
Bei internen wie externen Anspruchsgruppen des Stadt- und Regionalmarketings werden die - um sekundäre Einflüsse ergänzten - direkten Umwelt-Stimuli aufgrund selektiver wahrnehmung zu individuellen, nicht-realitätsgetreuen Vorstellungsbildern eines Raumes, zu kognitiven Karten (sog. mental maps). Die kognitiven Karten dienen wiederum als Grundlage für das Handeln im Raum. Ebenso sind sie Basis der Entstehung raumbezogener Images.
Insbesondere bei externen Anspruchsgruppen korrespondieren die mental maps mit den kollektiven Raumimages, da sich der zu bewertende Raum einer direkten Raumwahrnehmung entzieht und stattdessen die Medienwirklichkeit ausschlaggebend wird, die - neben direkten persönlichen Kontakten - durch Massenmedien wie Fernsehen, Radio, Zeitschriften und umso mehr auch das Internet geprägt wird.
Die Beschreibung, Analyse und Interpretation der individualspezifischen Sichtweisen, aber vor allem gesellschaftlich manifestierter Wahrnehmungsmster, wird zu einer wichtigen Voraussetzung für das Stadt- und Regionalmarketing. Denn nur das umfassende Begreifen des eigenen Marketinggegenstandes, also auch dessen Bedeutung und Bewertung in den Augen der (potenziellen) Zielgruppe, ermöglicht eine optimierte Planung und Umsetzung von Aktivitäten, die das Zielgrupenverhalten beeinflussen sollen.
Aufbauend auf den Grundlagen der Wahrnehmungsgeographie ist die Erfasung der Wahrnehmung vo Regionen ein weiteres Arbeitsfeld von RegionalProfil.
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